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Logo "Tacheles - Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen 2026". Links ist eine halbe Menorah in blauen Farbtönen zu sehen.

Threads ∞ Verflechtungen

Das Foto zeigt den Wohnraum der Wohnung der Familie Goeritz in Chemnitz. Mittig steht ein runder Holztisch mit vier Stühlen, leicht davor jeweils links und rechts stehen große Glasvitrinen mit Gläsern und Dekoobjekten darin. An der Wand steht eine Kommode.
Blick in die Wohnung von Irmgard & Karl Goeritz, Hoffmannstraße, ChemnitzHans Finsler / Veronica Selver
Ein Stadtplan von Chemnitz, 1931, auf dem die Adressen der jüdischen Familien der Ausstellung eingetragen sind. Die gesamte Stadt ist voll mit etwa 40 Eintragungen.
Stadtplan von Chemnitz, 1931, mit den Wohn- und Arbeitsorten der jüdischen Familien der Ausstellungsmac / Daniel Dost
von
8
Mai2026
bis
26
Juli2026

Staatliches Museum für Archäologie Chemnitz (smac)

Stefan-Heym-Platz 1
09111 Chemnitz

Veranstalter: Staatliches Museum für Archäologie Chemnitz (smac)

25 Biographien jüdischer Chemnitzer Familien werden miteinander verwoben, arrangiert, in Beziehung gesetzt und multiperspektivisch erzählt.

Über die Ausstellung

"Threads" zeigt die Netzwerke zwischen ehemals in Chemnitz lebenden jüdischen Familien. Die Chemnitzer Textilindustrie, der dominierende Wirtschaftszweig der Stadt im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert, wurde maßgeblich von jüdischen Unternehmern geprägt. Mit ihren Spinnereien, Textilfabriken und ihrem unternehmerischen Geschick trugen sie maßgeblich zur Entwicklung von Chemnitz zu einer prosperierenden Fabrik- und Handelsstadt bei. Ihr innovatives Potenzial, sowohl in wirtschaftlicher, sozialer als auch kultureller Hinsicht, war enorm. Sie traten als Mäzene auf, förderten großzügig den Aufbau kultureller Einrichtungen, engagierten sich für den künstlerischen Nachwuchs, trugen zur Modernisierung des Marketings bei und schufen so nachhaltige, stilbildende Fäden weit über die Stadt hinaus.

Die Ausstellung wird einst verlorene Familien und ihre Geschichten wiederentdecken, diese aufgreifen, weiterentwickeln und neu verknüpfen, um sie schließlich wieder in das kollektive Gedächtnis der Stadt zu bringen. Die Ausstellung wird 25 Familienbiografien zeigen, die das einst blühende jüdische Leben in Chemnitz veranschaulichen und von den Nachkommen teils selbst kuratiert werden. Die Familien erhalten die Möglichkeit, ihre Verbindung zu Chemnitz zu betonen und selbst zu entscheiden, welche, zum Teil sehr persönlichen, Objekte sie der Ausstellung zur Verfügung stellen möchten.

Barrierefreiheit auf der Veranstaltung

Der Ausstellungsbereich ist barrierefrei erreichbar.

  • Schwarz-weiß Grafik, die einen Rollstuhlfahrer abbildet und für barrierefreien Zugang steht. Barrierefreier Zugang

Über den Veranstalter

Das smac ist Sachsens einziges Museum, in dem 300 000 Jahre Menschheitsgeschichte erfahrbar sind. Zugleich ist es das Schaufenster des Landesamtes für Archäologie Sachsen mit seinem Archäologischen Archiv Sachsen.

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