„Ich hatte einst ein schönes Vaterland …“
Jüdisches Leben in Deutschland und Sachsen
Gedenkstätte Bautzen (ehem. Stasi-Gefängnis)
Weigangstraße 8A
02625 Bautzen
Vor mehr als 1700 Jahren begann die jüdische Gemeinschaft nachweislich, auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands ihre Heimat zu suchen. Seit dem späten 18. Jahrhundert prägten Jüdinnen und Juden in Sachsen wie im gesamten deutschen Raum Wissenschaft, Kunst, Kultur und viele Bereiche des öffentlichen Lebens. In Leipzig entstand ein bedeutendes jüdisches Verlagswesen, in Dresden eine blühende Gemeinde mit der von Gottfried Semper errichteten Synagoge. Das literarisch-musikalische Programm „Ich hatte einst ein schönes Vaterland …“ verbindet Roman Knižkas Lesungen aus Texten jüdischer Autorinnen und Autoren wie Moses Mendelssohn, Heinrich Heine, Ludwig Börne, Else Dormitzer und Mascha Kaléko mit Musik jüdischer Komponisten wie Felix Mendelssohn Bartholdy, Alexander Zemlinsky, Jacques Ibert und Pavel Haas. Es erzählt vom Glanz der Emanzipation und vom wachsenden Antisemitismus, der schließlich in die Entrechtung und Vernichtung deutscher Jüdinnen und Juden im Nationalsozialismus führte.
Über den Veranstalter
OPUS 45 gründete sich im Rahmen eines Berliner Orchesterprojekts: Johannes Brahms’ „Ein deutsches Requiem“ (opus 45) stand auf dem Programm und wurde namensgebend für das Ensemble.
Das Bläserquintett, bestehend aus Musiker:innen der Hamburgischen Staatsoper, der Dresdner Philharmonie, des Beethoven Orchester Bonn und der NDR Radiophilharmonie Hannover, beschreitet seit einiger Zeit gemeinsam mit dem Schauspieler Roman Knižka neue, disziplinübergreifende Wege. Am 30. Oktober 2025 wurden die Künstler:innen mit dem Hans-Frankenthal-Preis 2025 der Stiftung Auschwitz-Komitee ausgezeichnet.

