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Logo "Tacheles - Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen 2026". Links ist eine halbe Menorah in blauen Farbtönen zu sehen.

Die Shoah & die DDR

Jüdische Stimmen im staatlichen Antifaschismus

25
November2026
19:00 Uhr

Hole of Fame e.V.

Königsbrücker Straße 39
01099 Dresden

Veranstalter: Sächsische Landeszentrale für politische Bildung
Eintritt: kostenlos
Zur Veranstaltung

Das jüdische Leben in der DDR ist in breiten Teilen der Gesellschaft eher unbekannt. Jenseits bekannter Klassiker wie „Jakob der Lügner“ stellt sich die Frage: Welchen Raum erhielten jüdische Erfahrungen im staatlich verordneten Antifaschismus der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) und später in der DDR? Während staatliche Gedenkstätten allgemein von „Kämpfern gegen den Faschismus“ sprachen, rangen jüdische Überlebende unmittelbar nach 1945 um eine würdige Bestattung der Toten und eine sichtbare Erinnerung an die Shoah, versuchten ihre kleinen Gemeinden aufrechtzuerhalten.

Der Historiker Dr. Alexander Walther geht in seinem Vortrag der Rolle jüdischer Akteure wie Lin Jaldati, Helmut Eschwege oder Heinz Knobloch nach. Anhand persönlicher Nachlässe zeigt er ihr spannungsreiches Handeln zwischen eigensinniger Aufklärungsarbeit und teils schmerzhaften Zugeständnissen an die SED. Ein Abend über mutiges Engagement, unmarkierte Gräber und das schwierige Erbe jüdischer Verfolgungserfahrung.

Zum Autor

Alexander Walther studierte an der Universität Jena Geschichte und Englisch für das Lehramt. Er war wissenschaftlicher Mitarbeiter an den Universitäten Jena und Erfurt und ist seit 2023 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Staatlichen Museum für Archäologie Chemnitz im Projekt „Tacheles – Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen 2026“.

Über den Veranstalter

Die Sächsische Landeszentrale für politische Bildung (SLpB) stärkt das demokratische Engagement im Freistaat Sachsen durch die Auseinandersetzung mit Gesellschaft, Geschichte und Gegenwart. Mit ihren Publikationen, Veranstaltungen und Online-Angeboten schafft sie Räume für Information, Austausch und kontroverse Debatten. Sie vermittelt Wissen und befördert die politische Partizipations-, Urteils- und Handlungsfähigkeit. Ziel ist die Unterstützung einer politisch interessierten, meinungsstarken und engagierten Zivilgesellschaft in Sachsen.

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