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Logo "Tacheles - Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen 2026". Links ist eine halbe Menorah in blauen Farbtönen zu sehen.

Wie jüdisch ist das christliche Abendland wirklich? Zwischen Aneignung und Selbstbehauptung

Im Rahmen von "Jetzt mal Tacheles! Gespräche über Verantwortung, Religion und jüdische Zukunft"

Die Diskutanten von links nach rechts: Pfarrer Frank Meinel, Dr. Thomas Feist und Valentina Marcenaro
26
November2026
18:00 Uhr

Kulturzentrum Erzhammer

Buchholzer Straße 2
09456 Annaberg-Buchholz

Veranstalter: Judentum begegnen e. V.
Eintritt: Eintritt frei

In kultureller Abgrenzung zu anderen Weltregionen fällt heute in vielen Debatten das Schlagwort des „jüdisch-christlichen Abendlandes“, um eine ideelle Gemeinschaft von europäischen und nordamerikanischen Nationen zu beschwören. Diese Staaten besäßen aufgrund der prägenden intellektuellen und kulturellen Kraft des Judentums und Christentums seit über 1.000 Jahren eine gemeinsame Geschichte und verträten ähnliche Werte, wodurch ein geistig-moralisches Zusammengehörigkeitsgefühl entstände. Hierbei wird oft übersehen, dass Jüdinnen und Juden über Jahrhunderte hinweg in christlich geprägten Herrschaftsgebieten massiven Verfolgungen, Ausgrenzungen und Diskriminierungen durch ihre Religion ausgesetzt waren. Von jüdischer Seite steht der Vorwurf im Raum, dass Jüdinnen und Juden nun instrumentalisiert werden, um eine Abgrenzung gegenüber anderen Gruppen zu legitimieren.

Darüber diskutieren Valentina Marcenare, die langjährige Vorsitzende der jüdischen Woche Dresden und Leiterin des Projektes „Gefillte Fest“, Dr. Thomas Feist, der Beauftragte der sächsischen Staatsregierung für das jüdische Leben und Pfarrer Frank Meinel, Pfarrer an der St. Wolfgangs-Kirche in Schneeberg. Mit ihnen spricht Pfarrerin Simone Berger-Lober von der Jüdisch-Christlichen Arbeitsgemeinschaft Leipzig.

Die Diskussionsreihe Jetzt mal Tacheles! nimmt sich das Motto des Themenjahres zu Herzen und diskutiert an fünf verschiedenen Orten in Sachsen mit Expertinnen und Experten und mit Jüdinnen und Juden Fragen zu Israel, dem Jüdisch-Sein, der Rolle der Frau und der Integration des Judentums in die christlich-abendländische Kultur.

Weitere Termine:
04.10. Ringelnatz-Haus Wurzen: Was heißt hier Völkerrecht? Juristische Perspektiven auf den Nahost-Konflikt
29.10. Theater Meißen, kleine Bühne: Zwei Staaten - eine Lösung? Wie geht es weiter im Nahost-Konflikt?
12.11. Weltecho Chemnitz, Studio: Wer ist Jude? Fragen von Zugehörigkeit und Abstammung
24.11. Galerie für zeitgenössische Kunst Leipzig, Auditorium: Vorreiterinnen oder Heldinnen der 2. Reihe? Frauen im heutigen Judentum

Eine Veranstaltung mit freundlicher Unterstützung durch die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen!

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Über den Veranstalter

Der gemeinnützige Verein „Judentum begegnen e.V.“ wurde 2005 in Chemnitz gegründet mit dem Zweck, regional und überregional Veranstaltungen und Projekte zu initiieren, zu fördern oder in Auftrag zu geben, die der Vermittlung Jüdischer Geschichte, Religion und Kultur dienen. Über die Vereinsarbeit hinaus werden auch Aktivitäten mit dem gleichen Ziel in Schulen, Universitäten, Gemeinden, Museen und Vereinen unterstützt. Der Verein schafft die finanziellen Rahmenbedingungen für dieses Ziel und wirbt dazu um private und öffentliche Spenden und Förderung. Alle Mitglieder versehen ihre Vereinsmitarbeit ehrenamtlich. Mitglieder sind aktuell ausschließlich natürliche Personen, die eine Lehrtätigkeit ausüben.

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