Wer ist Jude? Fragen von Zugehörigkeit und Abstammung
Im Rahmen von "Jetzt mal Tacheles! Gespräche über Verantwortung, Religion und jüdische Zukunft"
Weltecho Chemnitz, Studio
Annaberger Straße 24
09111 Chemnitz
Das Judentum ist keine Religion, in die man durch Taufe eintritt – sie wird mit der Geburt über die Mutter „vererbt“. Aber wie ist es, wenn nur der Vater jüdisch ist? Oder wenn man zum Judentum konvertieren möchte? Welche Regelungen gelten hier und wie werden sie in der jüdischen Gemeinschaft anerkannt? Denn genau wie im Christentum ist auch das Judentum sehr plural und weist verschiedene Strömungen auf.
Ron Dekel ist Präsident der jüdischen Studierendenunion Deutschland und tritt dafür ein, dass junge Jüdinnen und Juden in Deutschland für ihre jüdischen und gesellschafts-politischen Interessen eintreten und diese in gesamtgesellschaftliche Diskurse einbringen und für sich einstehen.
Gunda Trepp ist 2001 zum Judentum konvertiert und hat nach dem Tod ihres Mannes, dem Rabbiner und Religionsphilosophen Leo Trepp, 2019 die Leo-Trepp-Stiftung gegründet mit dem gleichnamigen Schülerpreis. Damit verfolgt sie das Ziel, Wissen über jüdisches Leben und Denken vor allem unter Schülerinnen und Schülern zu vertiefen.
Mit Ron Dekel und Gunda Trepp spricht Dr. Nora Pester, Verlegerin des Hentrich & Hentrich-Verlages für jüdische Kultur und Zeitgeschichte Leipzig.
Die Diskussionsreihe Jetzt mal Tacheles! nimmt sich das Motto des Themenjahres zu Herzen und diskutiert an fünf verschiedenen Orten in Sachsen mit Expertinnen und Experten und mit Jüdinnen und Juden Fragen zu Israel, dem Jüdisch-Sein, der Rolle der Frau und der Integration des Judentums in die christlich-abendländische Kultur.
Weitere Termine:
04.10. Ringelnatz-Haus Wurzen: Was heißt hier Völkerrecht? Juristische Perspektiven auf den Nahost-Konflikt
29.10. Theater Meißen, kleine Bühne: Zwei Staaten - eine Lösung? Wie geht es weiter im Nahost-Konflikt?
24.11. Galerie für zeitgenössische Kunst Leipzig, Auditorium: Vorreiterinnen oder Heldinnen der 2. Reihe? Frauen im heutigen Judentum
26.11. Kulturzentrum Erzhammer, Annaberg-Buchholz: Wie jüdisch ist das christliche Abendland wirklich? Zwischen Aneignung und Selbstbehauptung
Eine Veranstaltung mit freundlicher Unterstützung durch die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen!
Über den Veranstalter
Der gemeinnützige Verein „Judentum begegnen e.V.“ wurde 2005 in Chemnitz gegründet mit dem Zweck, regional und überregional Veranstaltungen und Projekte zu initiieren, zu fördern oder in Auftrag zu geben, die der Vermittlung Jüdischer Geschichte, Religion und Kultur dienen. Über die Vereinsarbeit hinaus werden auch Aktivitäten mit dem gleichen Ziel in Schulen, Universitäten, Gemeinden, Museen und Vereinen unterstützt. Der Verein schafft die finanziellen Rahmenbedingungen für dieses Ziel und wirbt dazu um private und öffentliche Spenden und Förderung. Alle Mitglieder versehen ihre Vereinsmitarbeit ehrenamtlich. Mitglieder sind aktuell ausschließlich natürliche Personen, die eine Lehrtätigkeit ausüben.
