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Logo "Tacheles - Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen 2026". Links ist eine halbe Menorah in blauen Farbtönen zu sehen.

Vorreiterinnen oder Heldinnen der 2. Reihe? Frauen im heutigen Judentum

Im Rahmen von "Jetzt mal Tacheles! Gespräche über Verantwortung, Religion und jüdische Zukunft"

Rabbinerin Jasmin Miriam Andriani (l.) & Rebbetzin Marina Charnis
24
November2026
18:00 Uhr

Galerie für zeitgenössische Kunst, Auditorium

Karl-Tauchnitz-Straße 9
04107 Leipzig

Veranstalter: Judentum begegnen e. V.
Eintritt: Eintritt frei

Jüdinnen engagierten sich maßgeblich in der Frauenbewegung seit Mitte des 19. Jahrhundert. Die Historikerin Irmgard Maya Fassmann hat herausgefunden, dass von 60 führenden deutschen Frauenrechtlerinnen 20 jüdisch waren - eine Quote, die weit höher ist als der Anteil in der Gesamtbevölkerung. 1865 gründete die Leipzigerin Henriette Goldschmidt den Frauenbildungsverein und saß 40 Jahre lang im Vorstand des Allgemeinen Deutschen Frauenvereins. Ab 1900 gab es Bestrebungen, die Rolle der Frauen in der jüdischen Kultur zu stärken. Im Zuge dessen wurde der Jüdische Frauenbund (JFB) 1904 gegründet. 1920 gelang es Julie Salinger als erste jüdische Abgeordnete in den Sächsischen Landtag. Wie stark ist das Engagement von Jüdinnen in der heutigen Zeit? Welche Erfolge hat die Emanzipation auch im Judentum erzielt? Wo kommt Frauen eine besondere Rolle zu?

Rabbinerin Jasmin Miriam Andriani ist seit 2020 Rabbinerin der liberalen jüdischen Gemeinde Göttingen. Ihre Ausbildung zur Rabbinerin erhielt sie am Abraham-Geiger-Kolleg Potsdam.
Rebbetzin Marina Charnis arbeitet in der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig in der Kinder- und Jugendprojektarbeit und ist Teilnehmerin verschiedener Weiterbildungs- und Vernetzungsprogramme für Rebbetzins in Europa. Sie hat Medientechnik studiert und ist verheiratet mit dem sächsischen Landesrabbiner und Militärbundesrabbiner Zsolt Balla.
Mit ihnen spricht Dr. Nora Pester, Verlegerin des Hentrich&Hentrich-Verlages für jüdische Kultur und Zeitgeschichte Leipzig.

Die Diskussionsreihe Jetzt mal Tacheles! nimmt sich das Motto des Themenjahres zu Herzen und diskutiert an fünf verschiedenen Orten in Sachsen mit Expertinnen und Experten und mit Jüdinnen und Juden Fragen zu Israel, dem Jüdisch-Sein, der Rolle der Frau und der Integration des Judentums in die christlich-abendländische Kultur.

Weitere Termine:
04.10. Ringelnatz-Haus Wurzen: Was heißt hier Völkerrecht? Juristische Perspektiven auf den Nahost-Konflikt
29.10. Theater Meißen, kleine Bühne: Zwei Staaten - eine Lösung? Wie geht es weiter im Nahost-Konflikt?
12.11. Weltecho Chemnitz, Studio: Wer ist Jude? Fragen von Zugehörigkeit und Abstammung
26.11. Kulturzentrum Erzhammer, Annaberg-Buchholz: Wie jüdisch ist das christliche Abendland wirklich? Zwischen Aneignung und Selbstbehauptung

Eine Veranstaltung mit freundlicher Unterstützung durch die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen!

Zur Kulturstiftung

Über den Veranstalter

Der gemeinnützige Verein „Judentum begegnen e.V.“ wurde 2005 in Chemnitz gegründet mit dem Zweck, regional und überregional Veranstaltungen und Projekte zu initiieren, zu fördern oder in Auftrag zu geben, die der Vermittlung Jüdischer Geschichte, Religion und Kultur dienen. Über die Vereinsarbeit hinaus werden auch Aktivitäten mit dem gleichen Ziel in Schulen, Universitäten, Gemeinden, Museen und Vereinen unterstützt. Der Verein schafft die finanziellen Rahmenbedingungen für dieses Ziel und wirbt dazu um private und öffentliche Spenden und Förderung. Alle Mitglieder versehen ihre Vereinsmitarbeit ehrenamtlich. Mitglieder sind aktuell ausschließlich natürliche Personen, die eine Lehrtätigkeit ausüben.

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