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Logo "Tacheles - Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen 2026". Links ist eine halbe Menorah in blauen Farbtönen zu sehen.

Verleger, Sammler, Aufklärer

Stadtspaziergang zum Leben und Wirken des jüdischen Sammler-Paares Julius und Johanna Wollf

Ehemaliges Wohnhaus des Ehepaars Wollf vor Zerstörung im Krieg
Franz-Liszt-Straße 6 (Palaisstraße 6) / Wiener Straße - Postkarte um 1930Altes Dresden
8
April2026
15:30 Uhr

Haltestelle Querallee

Tiergartenstraße -
01219 Dresden

Veranstalter: Staatliche Kunstsammlungen Dresden
Eintritt: Kostenfrei
Zur Veranstaltung

Tag der Provenienzforschung 2026: Wer waren Julius und Johanna Wollf und welche Spuren haben sie in Dresden hinterlassen? In diesem 90 Min. Stadtspaziergang laden wir ein, gemeinsam an das Leben des jüdischen Verlegers und Sammlers Julius Ferdinand Wollf und seiner Frau Johanna zu erinnern.

Über 30 Jahre prägte er das gesellschaftliche und kulturelle Leben Dresdens. Gemeinsam mit Karl-August Lingner engagierte er sich für die Gründung des Deutschen Hygiene-Museums. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten wurde er als Jude aus der Leitung der DNN und seinen zahlreichen öffentlichen Ämtern entfernt. Nach ihrem Selbstmord beschlagnahmten die Nationalsozialisten den Besitz des Ehepaares. Ausgehend von ihrem ehemaligen Wohnort an der Franz-Liszt-Straße, führt uns der Weg durch den Großen Garten bis zum Deutschen Hygiene-Museum und endet schließlich an der Gläsernen Manufaktur.

Treff: Haltestelle Querallee, ohne Anmeldung

Über den Veranstalter

Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden sind ein Museumsverbund von internationaler Strahlkraft und vereinen insgesamt 15 Museen. Zusammen mit vier Institutionen repräsentiert er eine thematische Vielfalt, die in ihrer Art international einzigartig ist.

Bis Mitte 2027 findet das Projekt "Kunst, Raub und Rückgabe" statt, welches in der zweiten Laufzeit mit der Stiftung Preußischer Kulturbesitz Biografien insbesondere von jüdischen Menschen erzählt, die NS bedingten Kulturgutentzug erlitten haben. In diesem Zusammenhang finden verschiedene Workshops und Veranstaltungen v. a. für junge Menschen zur Antisemitismus-Prävention und zum Biografischen-Lernen statt. Das Folgeprojekt wird im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie von der Friede Springer Stiftung gefördert.

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