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Logo "Tacheles - Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen 2026". Links ist eine halbe Menorah in blauen Farbtönen zu sehen.

Verborgen in Bucheinbänden – Fragmente jüdischen Lebens in Sachsen

Vortrag von Prof. Dr. Andreas Lehnardt

TdjK 2026 Design
35. TdjKEvgeniiy Potievsky
20
April2026
20:00 Uhr

Stefan-Heym-Forum, DAStietz

Moritzstraße 20
09111 Chemnitz

Veranstalter: Tage der jüdischen Kultur in Chemnitz e.V.
Eintritt: frei
Zur Veranstaltung

Die Entdeckung eines alten hebräischen Einbandfragments in Dresden wirft neues Licht auf die Geschichte der Juden in Sachsen. Das Fragment war in Dresden bei wissenschaftlichen Untersuchungen der Bestände des historischen Ratsarchivs aufgefallen. Wegen seines hohen Materialwertes wurde das Pergament wohl um 1620 buchbinderisch recycelt und zu einem Ein- band für städtische Gerichtsprotokolle verarbeitet. Die seltene Quelle konnte nun identifiziert werden und wird im Rahmen ähnlicher Funde eingeordnet und vorgestellt. Der Fund aus Dresden verweist auf die mittelalterlichen Anfänge jüdischen Lebens in der Stadt und dürfte auf die Zeit zurückgehen, in der nach 1265 eine jüdische Gemeinde existierte, die bis 1411 eine größere Synagoge mit Schule in der Dresdner Altstadt unterhielt.

Prof. Dr. Andreas Lehnardt erhielt 2004 den Ruf an die Johannes Gutenberg-Universität Mainz auf den Lehrstuhl für Judaistik.

Barrierefreiheit auf der Veranstaltung

  • Schwarz-weiß Grafik, die einen Rollstuhlfahrer abbildet und für barrierefreien Zugang steht. Barrierefreier Zugang

Über den Veranstalter

Die „Tage der jüdischen Kultur“ in Chemnitz haben einen bedeutenden kulturellen und gesellschaftlichen Stellenwert im Kulturkalender der Stadt. Aufbauend auf einigen Vorläuferaktionen finden seit 1992 jährlich die „Tage der jüdischen Kultur“ (TdjK) als Festival statt. Damit gehören sie zu den ältesten Festivals dieser Thematik in Sachsen und darüber hinaus.

Charakteristisch für Chemnitz ist das schöpferische Miteinander unterschiedlichster Partner der Stadt – darunter Kultureinrichtungen, Kulturvereine, Bürgervereine, Bildungsbereiche, kirchliche Organisationen und die Jüdische Gemeinde selbst – bei der Gestaltung des Festivals. Die Partner bringen sich dabei sowohl inhaltlich, organisatorisch, personell als auch finanziell ein. Dieses Format ist bemerkenswert, da es inhaltlich eine große Bandbreite und thematische Vielfalt zu den jeweiligen Schwerpunkten eröffnet. Es bündelt die gesellschaftlichen Einzelakteure zu einer stark wahrnehmbaren Kraft und das seit 1992!

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