Threads: Mobile Erinnerungen
Eine jüdische Familie blickt zurück
Museum für sächsische Fahrzeuge Chemnitz
Zwickauer Straße 77
09112 Chemnitz
Lachende Gesichter, fröhliche Ausfahrten und die Begeisterung für Autos und Motorräder – sieht man sich die Fotos von Familie Ascher aus den 1920er und 30 Jahren an, kann man die Lebensfreude spüren. Doch in nur wenigen Jahren änderte sich alles für die jüdische Familie, die einen florierenden Schuhladen auf dem Chemnitzer Marktplatz besaß.
Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten spürten auch sie die Repressionen. Und so wandeln sich ebenfalls die Motive der Bilder: stolze Fotos des Schuhladens bilden einen drastischen Gegensatz zu Aufnahmen von nationalsozialistischen Aufmärschen bis hin zum zerstörten Laden.
Das Museum für sächsische Fahrzeuge Chemnitz blickt hinein in das „Fotoalbum“ der Familie, das die Nachfahren liebevoll aufbewahrt haben. Doch nicht nur die Fotos lassen die Erinnerungen an Familie Ascher wieder aufleben. Ausgestellt werden auch Fahrzeuge, wie solche, die – innig geliebt – in Deutschland zurück bleiben mussten, als die Familie nach Amerika emigrierte.
Barrierefreiheit auf der Veranstaltung
Über den Veranstalter
Große Namen, wie DKW, Wanderer, MZ oder Diamant, aber auch kleinere Marken wie Moll oder ESWECO – bei uns zeigen sie, dass Sachsen nicht nur vom Fahrzeugbau geprägt wurde, sondern ihn auch selbst wesentlich mitbestimmte. In den »Stern-Garagen«, einer der ältesten erhaltenen deutschen Hochgaragen, bietet sich der passende historische Rahmen für rund 200 Exponate von mehr als 50 Herstellern. Auf 1.000 Quadratmetern präsentiert sich das Museum für sächsische Fahrzeuge Chemnitz e.V. mit über 150 Automobilen, Motorrädern und Fahrrädern.
