Schneeblumen-Gedenkweg_Meißen
Schneeblumen-Gedenken 2026
Treffpunkt:
Röhrenweg -
01662 Meißen
Im eisigen Regen wurden sie in der Nacht des 13. April 1945 vom KZ Buchenwald-Außenlager Markkleeberg ausgehend durch die verdunkelten Randbezirke Leipzigs getrieben: 1550 Zwangsarbeiterinnen – 1300 jüdische Ungarinnen und 250 französische politische Gefangene. Viele von ihnen überlebten den Marsch, der sie über Borsdorf, Bennewitz, Wurzen, Oschatz, Lommatzsch, Meißen, Radeburg, Dresden, Teplitz nach Theresienstadt führen sollte, nicht. Für die meisten von ihnen war es aber ein entbeh rungsreicher Weg in ein neues Leben.81 Jahre nach der Lagerräumung laden wir Sie ein, einen Teil ihres Weges im Gedenken an die Gefangenen gemeinsam zu gehen. Keine von ihnen soll unter uns vergessen sein.
Über den Veranstalter
Zum reichen Musikerbe Leipzigs und Sachsens gehört die Kultur ihrer jüdischen Bewohner, deren Beitrag vor allem durch die nationalsozialistische Vertreibung nur noch wenig im Gedächtnis der Bürger präsent ist. Diesem verloren gegangenen Erbe durch die „Verortung“ wieder ein „Zuhause“ in unserer Region zu geben und sie damit zurück in das kulturelle Gedächtnis unserer Stadt und des Freistaates zu holen, ist Anliegen der Leipziger Notenspur. Das Projekt „Jüdische Notenspuren“ fokussiert in diesem Sinne die Vermittlung von regionalem jüdischem Musikerbe an Kinder, Bürger und Besucher der Stadt Leipzig und des Freistaates insgesamt – möglichst interaktiv, sinnlich und eng verknüpft mit ehemaligen Standorten und Gebäuden, welche jüdische Kulturgeschichte erzählen.
