Okay, Herr Dey!
Über einen der letzten Strafprozesse gegen einen SS-Wachmann
Haus Zittau Hinterm Eisernen Vorhang
Theaterring 12
02763 Zittau
In der szenischen Lesung Okay, Herr Dey! wird einer der letzten Strafprozesse gegen einen ehemaligen Wachsoldaten des Todeslagers Stutthof unvermittelt erfahrbar.
Anders als die begleitenden Medien, berichtet die Chronistin von Tätersprache und Opferhierarchien, Eitelkeiten, Verzweiflung und der Resignation aller Beteiligten angesichts der verrinnenden Lebenszeit des Angeklagten und der Nebenkläger. Deutlich wird, wer die Hauptlast des Verfahrens trägt, denn der Angeklagte genießt das Beste aus zwei Welten: Die nationalsozialistische Rechtsnorm für „Mord“ jedenfalls wurde von der Bundesrepublik vollständig übernommen.
Und die angewandte Prozessökonomie verweist die Zeugen an den Rand des Geschehens.
Wer aber übernimmt Verantwortung?
Okay, Herr Dey! ist ein Beitrag zur kritischen Erinnerungskultur.
Die Autorin ist anwesend.
Zur Autorin
Dr. Andrea Zielinski begleitete diesen Prozess und verfasste dazu den Bericht Okay, Herr Dey!. Sie ist Cultural/Social Anthropologin MA PhD, Forschung und Lehre an den Universitäten Hamburg, Humboldt Universität Berlin, University of Sussex und University of London zu Gesellschaften im Wandel, Postkolonialismus und Versöhnung. Menschenrechtsarbeit und Migration von Völkern und Ideen. Seit nunmehr achtzehn Jahren Politikberatung und Beratung von NGO‘s im Bereich zivilgesellschaftlicher Entwicklungen (civic development). Mitglied des Human Rights Consortium der University of London, Mitglied der European Sociological Association.
Barrierefreiheit auf der Veranstaltung
Über den Veranstalter
Das Gerhart-Hauptmann-Theater, ausgezeichnet als bestes Stadttheater Deutschlands, zeigt eigene Highlights und spannende Koproduktionen.
