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Logo "Tacheles - Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen 2026". Links ist eine halbe Menorah in blauen Farbtönen zu sehen.

Kurzfilmprogramm zum Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen 2026

Ein Angebot von Filmland Sachsen

Eine Frau und ein Mann stehen sich gegenüber, im Hintergrund eine weiße Gardine vor einem Fenster
Wir sind wieder daFilmland Sachsen
Ein gezeichneter und animierter Filmausschnitt zeigt eine Frau mit braunen Haaren und blauer Mütze
CompartmentsFilmland Sachsen
Eine schwarz-weiß Zeichnung, in der Mitte das Protrait eines Mannes, daneben drei dicke senkrechte Striche
Wie so ein lästiger Regen schweigen kannFilmland Sachsen
Gezeichnetes Bild einer Frau mit roter Haut vor roten großen Pilzen
Feels ForeverFilmland Sachsen
Masel Tov CocktailFilmland Sachsen
von
1
Januar2026
bis
31
Dezember2026

sachsenweit buchbar

Alaunstraße 9
01099 Dresden

Veranstalter: film.land.sachsen
Eintritt: 95 € zzgl. 5 € Versand
Zum Angebot

Anlässlich des Themenjahres hat der Filmverband Sachsen ein eigenes Programm zusammengestellt, das unterschiedliche filmische Perspektiven auf jüdisches Leben, jüdische Geschichte und jüdische Gegenwart auslotet. Es kann für Veranstaltungen im Rahmen des Themenjahres, aber auch unabhängig davon gebucht werden.

Zum Programm

In rund 65 Minuten entfalten die ausgewählten Filme persönliche, künstlerische und gesellschaftliche Annäherungen an Fragen von Erinnerung, Identität und Zugehörigkeit. Zwischen animierten Bildern, dokumentarischen Momenten und pointiertem Spielfilm erzählen sie von den Nachwirkungen der Schoa, von familiären und inneren Konflikten über Generationen hinweg sowie vom Spannungsfeld zwischen individueller Erfahrung und kollektiver Geschichte. Dabei stehen nicht historische Zuschreibungen oder festgelegte Narrative im Vordergrund, sondern subjektive Perspektiven, emotionale Zustände und alltägliche Situationen, die jüdisches Leben in seiner Vielfalt sichtbar machen. Das Programm bewegt sich bewusst zwischen Ernst und Ironie, Abstraktion und konkreter Lebenswirklichkeit und lädt dazu ein, jenseits von Klischees zuzuhören, hinzusehen und ins Gespräch zu kommen. Es versteht sich damit als filmische Einladung, jüdische Kultur nicht nur als historischen Bezugspunkt, sondern als lebendige, gegenwärtige und vielstimmige Realität wahrzunehmen.

Die Filme

Wir sind wieder da
Regie: Shirel Peleg | 8 min | Spielfilm | Deutschland | 2018
Die neue Generation muss mit der Vergangenheit der alten und aussterbenden Generation umgehen lernen, während sie versucht, voranzuschreiten. »Wir sind wieder da« erzählt einen Moment aus dem Leben einer neuen Generation von Juden im jetzigen Deutschland.

Compartments
Regie: Daniella Koffler und Uli Seiss | 15 min | Animationsfilm | Deutschland | 2017
»Compartments« erzählt die fiktive, aber von tatsächlichen Erfahrungen inspirierte Geschichte von Netta, einer jungen Frau aus Israel, die auswandern möchte – ausgerechnet nach Berlin. Ihr Vater, Sohn von Holocaust-Überlebenden, ist entsetzt. Hin- und hergerissen zwischen quälenden Erinnerungen und den Schatten der Vergangenheit, gefangen in kollektiven Erinnerungen, die sich über Jahre eingeprägt haben, kämpfen Netta und ihr Vater darum, ihre einst enge Beziehung zu retten. Was beide bewegt, bewahren sie in Erinnerungskästen auf.

Wie so ein lästiger Regen schweigen kann
Regie: Jakob Werner | 5 min | Animationsfilm | Deutschland | 2021
Als Otto Dov Kulka mit 11 Jahren den Todesmarsch von Auschwitz nach Groß-Rosen antreten musste, sieht er einen Häftling, der mit einem gebrochenem Bein auf Befehl des Angeklagten Baretzki liegen gelassen und wahrscheinlich erschossen wird. Anders als dieser Unbekannte Häftling, schaffte es Kulka auf unwahrscheinliche Weise dem Tod zu entkommen.

Feels Forever
Regie: Ariel Elbert, Maximiliam Neudeck | 7 min | Animationsfilm | Deutschland 2024
»Feels Forever« ist ein Animationskurzfilm, der die Stimmen jüdischer Frauen und FLINTA-Personen zu einer kollektiven Erzählung verdichtet. Die animierte Protagonist*in trägt ihre fragmentarischen Erfahrungen zusammen und macht sichtbar, was viele teilen: Verletzlichkeit, Stärke und das Ringen um Zugehörigkeit. Mit poetischen Bildern von Ariel Elbert und einem atmosphärischen Sounddesign von Maximilian Neudeck schafft der Film einen eindrucksvollen Resonanzraum für jüdische Perspektiven heute.

Masel Tov Cocktail
Regie: Arkadij Khaet, Mickey Paatzsch | 31 min | Spielfilm | Deutschland 2020
Zutaten: 1 Jude, 12 Deutsche, 5 cl Erinnerungskultur, 3 cl Stereotype, 2 TL Patriotismus, 1 TL Israel, 1 Falafel, 5 Stolpersteine, einen Spritzer Antisemitismus Zubereitung: Alle Zutaten in einen Film geben, aufkochen lassen und kräftig schütteln. Im Anschluss mit Klezmer-Musik garnieren. Verzehr: Vor dem Verzehr anzünden und im Kino genießen. 100% Koscher.

Über den Veranstalter

Wir laden Sie dazu ein, mit uns gemeinsam Menschen zu besonderen Filmerlebnissen in Ihrer Region zusammenzubringen. Dazu können Sie Langfilme sowie kuratierte Programme der sächsischen Filmfestivals, -initiativen und des Filmverbands Sachsen e. V. über uns buchen oder sich die Filme aus unserem Repertoire eigenständig zusammenstellen. Die Kosten für die Vorführung eines Filmprogramms betragen 95 € zzgl. 5 € Versandkosten.

Wenn Sie den/die Regisseur*in oder eine andere Person aus der Produktion eines Films für ein Gespräch zu Ihrer Veranstaltung einladen möchten, übernimmt der Filmverband Sachsen e. V. Honorar und Reisekosten. Ebenso für die Moderation. Und auch bei der Technik können wir für den Anfang helfen. Melden Sie sich gerne bei unseren Programmkoordinator*innen Nora Fleischer oder Philipp Demankowski.