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Logo "Tacheles - Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen 2026". Links ist eine halbe Menorah in blauen Farbtönen zu sehen.

Kantate – Tanz der Wahnsinnigen

Ein musikalisch-lyrisches Programm zu Arnošt Lustig und J. S. Bach, „Ich habe genug“, BWV 82

11 Künstlerinnen und Künstler stehen auf einer Bühne nebeneinander für den Applaus. Sie sind alle überwiegend in weiß gekleidet, einige halten Instrumente in den Händen.
Kantate – Tanz der WahnsinnigenArnost Lustig Foundation
Ein alter Mann mit weißem Haar sitzt lachend auf einem Stuhl in einem Straßencafé und hat eine Tasse Kaffee auf seinem Oberschenkel abgesetzt. Er trägt eine blaue Jeansjacke, ein schwarzes Oberteil und ein blau-weiß-gemustertes Halstuch um den Hals.
Der Schriftsteller Arnost LustigAlan Pajer
Das Logo der Unesco zum FestivAL100 anlässlich des 100. Geburtstages von Arnost Lustig
1
Oktober2026
18:00 Uhr

Staatliches Museum für Archäologie Chemnitz smac

Stefan-Heym-Platz 1
09111 Chemnitz

Veranstalter: Arnošt Lustig Stiftung
Eintritt: Eintritt frei

Im Mittelpunkt des einstündigen Stücks steht ein ausdrucksstarker Dialog zwischen der Rezitation von Lustigs bislang unveröffentlichtem Exilgedicht „Ševirat hakelim“ (Das Zerschlagen der heiligen Gefäße, hebr.) und einer der schönsten Kantaten von J. S. Bach, „Ich habe genug“ (BWV 82). Ob der Autor beabsichtigte, dieses Gedicht mit seinem eindeutigen Bezug zur jüdisch-mystischen Tradition der Kabbala jemals zu veröffentlichen, bleibt eine offene Frage.

Dieses Programm ist Teil der Vernissage der Foyerausstellung "Platz finden. Zur Sichtbarkeit jüdischen Bauens in Sachsen".

Ein musikalisch-lyrisches Programm im Rahmen des internationalen FestivALs100 anlässlich des 100. Geburtstags von Arnošt Lustig, dem bedeutenden tschechischen Schriftsteller und Holocaust-Überlebenden.

Die zentralen Themen dieses einmaligen Stückes sind der Zerfall der menschlichen Welt, die Funken der Menschlichkeit und die Kraft der Literatur, einschließlich der Poesie als „emotionales Gedächtnis des Menschen“. Die Erinnerung kann zwar die Vergangenheit nicht wiedergutmachen, aber sie kann die Welt, die danach kommt, zum Besseren verändern.
Den musikalischen Part übernehmen die Opernsängerin Marie Kopecká Verhoeven und ein Kammerensemble der Südböhmischen Philharmonie unter der Leitung von Vojtěch Spurný. Das gesprochene Wort gestalten die Schauspieler Dagmar Pecková, Emil Rovner und Thomas Birnstiel.
Idee, Drehbuch und Regie stammen von Eva Lustigová, Direktorin und Mitbegründerin der Arnošt-Lustig-Stiftung und Tochter des Autors. Nach der erfolgreichen deutschen Premiere in Leipzig im Rahmen des Bachfestes ist das Programm nun zum zweiten Mal in Deutschland zu erleben.

  • Regie: Eva Lustigová

  • Vorgetragen von: Dagmar Pecková, Emil Rovner und Thomas Birnstiel

  • Musikalisch interpretiert von: Marie Kopecká Verhoeven (Opernsängerin) und Mitgliedern des Barocco Sempre Molto Giovane Kammerorchester unter der musikalischen Leitung von Josef Krečmer: Daniel Plavec (Geige), Adam Janícek (Geige), Jirí Kábrt (Viola), Jadrný Tadeás (Violoncello), Adam Suk (Cembalo), Tomás Ryrk (Oboe).

Eine Veranstaltung der Arnošt-Lustig-Stiftung, des smac und TACHELES 2026 - Das Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen 2026. In Partnerschaft mit dem Kulturreferat für die böhmischen Länder des Adalbert-Stifter-Vereins, der Tschechischen Botschaft in Berlin, dem Tschechischen Zentrum in Berlin, dem Deutschen Kulturforum östliches Europa und dem Tschechischen Literaturzentrum. Mit finanzieller Unterstützung des Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds.

Interview mit Eva Lustigová zum FestivAL100 und ihrem Vater Arnost Luštig

Barrierefreiheit auf der Veranstaltung

  • Schwarz-weiß Grafik, die einen Rollstuhlfahrer abbildet und für barrierefreien Zugang steht. Barrierefreier Zugang

Über den Veranstalter

Die Arnošt Lustig Stiftung, gegründet als künstlerisch-pädagogische Einrichtung, setzt sich dafür ein, Humanismus und Gerechtigkeit zu fördern, indem sie das zeitlose Erbe des renommierten tschechischen Autors und Holocaust-Überlebenden Arnošt Lustig weltweit bewahrt.

Mehr über den Veranstalter