Jüdisches Meißen
Ausstellung
Frauenkirche Meißen
An der Frauenkirche 13
01662 Meißen
Gibt es ein jüdisches Meißen? Ja – seit fast eintausend Jahren. Von den Anfängen im 10./11. Jahrhundert bis heute finden sich Spuren und zugleich Leerstellen. Wo Wissen, Orte und Objekte fehlen, entstehen Mythen: jüdische Geschichte als reine Leidensgeschichte, das Mittelalter als „dunkel“, Jüdinnen und Juden als abgeschottete Außenseiter.
Die Ausstellung „Jüdisches Meißen“ antwortet darauf mit Quellen und Fakten: hebräische Grabsteinfragmente, verstreute Urkunden, topografische Hinweise. Sie zeigen ein jahrhundertelanges Miteinander in der Stadt – und seine Unterbrechungen: Verfolgungen und Vertreibungen im Mittelalter; der Bruch durch das Novemberpogrom 1938. Heute erinnern Stolpersteine an Meißner Jüdinnen und Juden.
Die Ausstellung ist bis 5. Dezember während der Zeit der offenen Kirche zu besichtigen.
Eine Kooperation von Zentrum für Kultur und Geschichte e.V., Stadtmuseum Meißen & Ev.-Luth. Kirchgemeinde St. Afra Meißen
zkg-dd.de
Über den Veranstalter
Die Stadt Meißen beteiligt sich 2026 am landesweiten Themenjahr „Tacheles – Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen“ und rückt jüdisches Leben, jüdische Kultur und Geschichte mit einem vielseitigen Veranstaltungsprogramm in den Mittelpunkt. Über das Jahr hinweg laden Konzerte, Lesungen, Ausstellungen, Zeitzeugenformate, Theater- und Gedenkveranstaltungen dazu ein, jüdisches Leben in all seinen Facetten zu erkunden.
Meißen blickt auf eine besonders lange und vielschichtige jüdische Geschichte zurück. Mit unserer Beteiligung am Jahr der jüdischen Kultur machen wir deutlich: Jüdisches Leben gehört zu unserer Stadt. Wir laden 2026 dazu ein, sich zu erinnern, zu lernen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Gemeinsam mit Kirchgemeinden, Vereinen und ehrenamtlichen Initiativen macht sich die Stadt Meißen auf den Weg, diese Geschichte aus verschiedenen Perspektiven zu erzählen und erlebbar zu machen.
