Ich will Zeugnis ablegen bis zum letzten
Komponierter Abend zum 145. Geburtstag von Victor Klemperer
Kulturpalast
Schlossstraße 2
01067 Dresden
Werke für Chor von Salomone de Rossi, Viktor Ullmann, Gideon Klein, Fanny Hensel, Felix Mendelssohn Bartholdy sowie zeitgenössischen jüdischen Künstlern
ICH WILL ZEUGNIS ABLEGEN BIS ZUM LETZTEN
Iris Geißler | Leitung
Roman Knižka | Rezitation
Anna Moriová |Mezzosopranistin
Martin Levický | Klavier
Philharmonischer Chor Dresden
Verfolgung, Demütigung, Angst – die Tagebücher des Dresdner Romanistikprofessors Victor Klemperer aus der Zeit des Nationalsozialismus beschreiben anschaulich und bedrückend die Verfolgung von Juden ab 1933. Auch zum Christentum konvertierte Juden wie Klemperer wurden aus ihren Ämtern und später den Wohnungen vertrieben, sie wurden überwacht und eingeschüchtert. Nicht selten trieb ihre verzweifelte Situation sie in den Selbstmord. Klemperer überstand die Zeit, nicht zuletzt durch das Schreiben. 1995 veröffentlicht, wurden Klemperers Tagebücher sofort zu Bestsellern. In ihnen zeigt er sich als genauer und kritischer, aber auch selbstkritischer Beobachter seiner Zeit und seines Milieus. Zu gelesenen Texten aus den Tagebüchern bringt der Philharmonische Chor Dresden gemeinsam mit der Mezzosopranistin Anna Moriová Werke von Komponistinnen und Komponisten zu Gehör, die im Konzentrationslager komponiert wurden, verboten waren oder von den Machthabern instrumentalisiert wurden, sowie zeitgenössische Werke jüdischer Künstler.
Barrierefreiheit auf der Veranstaltung
Über den Veranstalter
Die Dresdner Philharmonie, das Konzertorchester der sächsischen Landeshauptstadt, prägt mit ihren jährlich über 80 Konzerten das Dresdner Kulturleben.
