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Logo "Tacheles - Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen 2026". Links ist eine halbe Menorah in blauen Farbtönen zu sehen.

Ein Glücksding - Nach Stimmen und Zeitzeugnissen von damals und heute

Von Lena Gorelik / Puppentheater

Ein männlicher und 2 weibliche Puppenspieler:innen schauen mit 2 Puppen ernst nach vorne
Tom Schulze
28
Februar2026
18:00 Uhr

THEATER DER JUNGEN WELT

Lindenauer Markt 21
04177 Leipzig

Veranstalter: THEATER DER JUNGEN WELT
Eintritt: 13€ / erm. 6,50€
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Kyjiw 1941, Leipzig 2025. Zwei Jungen, zwei Geschichten. Und die Frage: wie Vergangenes ins Heute wirkt.

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Motja ist 14 und zum ersten Mal verliebt. Doch dafür ist 1941 wenig Platz. Die deutsche Wehrmacht hat gerade die Ukraine besetzt. Wie alle anderen jüdischen Menschen aus Kyjiw muss Motja mit seiner Mutter und dem Großvater dem Befehl der Besatzer folgen, sich an einer Sammelstelle einzufinden. Niemand von ihnen weiß, dass die Deutschen planen sie alle umzubringen. Nur Einzelne werden das Massaker von Babyn Jar überleben. Motja ist einer von ihnen, so wie die Puppenspielerin Dina, die er auf seiner Flucht trifft, kurz bevor tödliche Schüsse ihm sein junges Leben rauben.

Auch Juri ist 14. Mit seiner Mutter ist er vor dem russischen Angriff aus Kyjiw geflüchtet und lebt heute in Leipzig. Hier kann er zur Schule gehen, in Sicherheit leben. Doch es fällt Juri nicht leicht, sich im fremden Land zurecht zu finden. Zum Glück gibt es Sveta, die auch aus der Ukraine kommt. Wie schön wäre es, ihr sagen zu können, dass er sich in sie verliebt hat, doch der Krieg bleibt auch hier, über 1000 Kilometer entfernt, für Juri sehr präsent.

Juri und Motja verbindet eine Leidenschaft: das Zeichnen. Es hilft ihnen, die Welt auf ihre Weise zu sehen und zu verstehen. Und auch wenn zwischen ihren Leben über 80 Jahre liegen, können die beiden Jungen auf diese Weise einander begegnen – genau wie wir.

Dass es Motja wirklich gab, davon erzählen Zeitzeugnisse der Puppenspielerin Dina Pronitschewa, die nach dem Zweiten Weltkrieg in Prozessen über das Massaker von Babyn Jar berichtete. Diese Dokumente haben für Lena Goreliks Stück ebenso die Grundlage gegeben, wie Interviews mit Menschen aus der Ukraine, die heute in Kyjiws Partnerstadt Leipzig leben. Was alle miteinander verbindet, ist die Frage, wie Vergangenes ins Heute wirkt.

Autorin Lena Gorelik, 1981 in St. Petersburg geboren, kam 1992 mit ihrer russisch-jüdischen Familie nach Deutschland. Für ihre Arbeiten wurde sie mehrfach ausgezeichnet und war für den Deutschen Jugendliteraturpreis und den Deutschen Kindertheaterpreis nominiert.

Die Produktion EIN GLÜCKSDING entsteht in Kooperation mit dem Kultur- und Begegnungszentrum Ariowitsch-Haus e.V.

Gefördert durch das Referat Internationale Zusammenarbeit der Stadt Leipzig und durch das Referat Strategische Kulturpolitik der Stadt Leipzig im Rahmen von „Tacheles – Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen“.

Barrierefreiheit auf der Veranstaltung

  • Schwarz-weiß Grafik, die sechs Punkte in einem Kreis zeigt und für Angebote mit Braille-Schrift steht. Braille Schrift
  • Schwarz-weiß Grafik, die einen Rollstuhlfahrer abbildet und für barrierefreien Zugang steht. Barrierefreier Zugang

Über den Veranstalter

Das THEATER DER JUNGEN WELT ist das älteste professionelle Kinder- und Jugendtheater Deutschlands und das Leipziger Stadttheater für junge Menschen und alle Generationen. Es ist der meistspielende Kulturbetrieb der Stadt und als offenes Haus mit seinen partizipativen und theaterpädagogischen Angeboten ein wichtiger Ort für Vielfalt, kulturelle Bildung und Teilhabe.

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