Ein Abend für Doris Kiesow
Stella Maria Adorf über ihre Großmutter
Kunstsammlungen am Theaterplatz
Theaterpl. 1
09111 Chemnitz
Stella Maria Adorf, Tochter von Mario Adorf, spricht über ihre Großmutter Doris Kiesow, die Mitte der 1920er Jahre in Chemnitz Bühnenerfolge feierte. Sie war eng mit dem jüd. Fabrikanten Karl Goeritz befreundet.
Die Veranstaltung ist eine Kooperation mit dem SMAC und den Buntmacher:innen und findet im Rahmen der Ausstellung »Threads. Verpflechtungen«, die bis zum 26.7.2026 im SMAC gezeigt wird, statt.
Die Ausstellung zeigt die Netzwerke von 25 ehemals in Chemnitz lebenden jüdischen Familien. Sie setzt ihre Biografien zueinander in Beziehung und entdeckt verlorene Geschichten neu. Die Chemnitzer Textilindustrie, der dominierende Wirtschaftszweig der Stadt im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert, wurde maßgeblich von jüdischen Unternehmern geprägt. Mit ihren Spinnereien, Textilfabriken und ihrem unternehmerischen Geschick trugen sie entscheidend zur Entwicklung von Chemnitz zu einer prosperierenden Fabrik- und Handelsstadt bei. Ihr innovatives Potenzial, sowohl in wirtschaftlicher, sozialer als auch kultureller Hinsicht, war enorm. Sie traten als Mäzene auf, förderten großzügig den Aufbau kultureller Einrichtungen, engagierten sich für den künstlerischen Nachwuchs, trugen zur Modernisierung des Marketings bei und schufen so nachhaltige, stilbildende Fäden weit über die Stadt hinaus.
Barrierefreiheit auf der Veranstaltung
Über den Veranstalter
Die Kunstsammlungen am Theaterplatz zählen heute zu den großen bürgerlichen Sammlungen Deutschlands und beherbergen alle Gattungen der künstlerischen Produktion, von der Malerei und Plastik über die Grafik bis hin zum Kunsthandwerk mit einem wichtigen Schwerpunkt auf Expressionismus, Textil und Gegenwartskunst.
