Die Shoah und die DDR. Akteure und Aushandlungen im Antifaschismus
Lesung
Bibliothek Südvorstadt
Münchner Platz 2
01187 Dresden
Welche Rolle spielten jüdische Überlebende in der DDR in der kulturellen Auseinandersetzung mit der Shoah und dem Nationalsozialismus? Wie konnten jüdische Verfolgungserfahrungen und antifaschistische Überzeugungen angesichts eines staatlich forcierten Antifaschismus verhandelt und artikuliert werden?
In seiner Buchvorstellung geht der Historiker Alexander Walther diesen Fragen nach. Ausgehend von Nachlässen und Egodokumenten sowie von Arbeiten u.a. von Arnold Zweig oder Heinz Knobloch zeigt er die Handlungsoptionen und Motivationen jüdischer, vereinzelt auch nichtjüdischer Akteure und Akteurinnen. Dabei wird das Spannungsfeld zwischen eigensinnigem Handeln und teils parteiloyalen, mitunter schmerzhaften Zugeständnissen an den Staat untersucht.
Moderation: Dr. Teresa Tammer
Kooperation von: Sächsische Landesbeauftragte zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und Städtische Bibliotheken Dresden
Anmeldung unter: sued@bibo-dresden.de
Zur Person:
Dr. Alexander Walther studierte Geschichte und Englisch für das Lehramt und war wissenschaftlicher Mitarbeiter an den Universitäten Jena und Erfurt. Derzeit ist er Mitarbeiter im Projekt »Tacheles. Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen 2026« am Staatlichen Museum für Archäologie Chemnitz.
Weitere Infos zum Buch gibt es hier.
Über den Veranstalter
Die Städtischen Bibliotheken Dresden erfüllen eine zentrale Aufgabe der Kommune bei der Bereitstellung von Wissen, Informationen und Angeboten zur kulturellen und gesellschaftlichen Teilhabe. Sie sind Orte der Begegnung sowie des Austausches und bieten als Bildungs- und Informationsdienstleister Unterstützung in allen Phasen des lebenslangen Lernens an. Mit ihrem breit gefächerten Programmangebot für alle Altersgruppen sichern die Städtischen Bibliotheken Dresden Chancengleichheit. Außerdem liefern sie Unterstützung in Sachen Alltagsbewältigung und Freizeitgestaltung.


