Der Fotograf Fred Stein
Ein deutsch-jüdisches Leben 1909–1967
Gedenkstätte Münchner Platz
Münchner Platz 3
01187 Dresden
Hannah Arendt mit Zigarette, Thomas Mann am Schreibtisch, der lächelnde Albert Einstein, Bertolt Brecht im Profil. Diese Aufnahmen sind weltberühmt, Fred Stein, ihr Fotograf, ist dagegen weitgehend unbekannt. Der Sohn einer jüdischen Religionslehrerin und eines Rabbiners stammt aus Dresden, wo er aufwächst und sich früh politisch engagiert. 1933 flieht der Jurist mit seiner Frau Lilo unter dem Vorwand einer Hochzeitsreise ins Exil: von Dresden nach Paris, später nach New York. Obwohl er nie zurückkehrt, bleibt seine Heimatstadt zeitlebens ein Fixpunkt seines Denkens und Fühlens.
Der Historiker Daniel Siemens hat dem Fotografen, Exilanten, politischen Intellektuellen und Chronisten des 20. Jahrhunderts nun die erste Biografie gewidmet. Sein Buch über Fred Stein, der zeitlebens an einen demokratischen Sozialismus geglaubt hat, verbindet der Autor mit unserer Gegenwart, in der viele vermeintliche Gewissheiten zerstört und die sozialen Demokratien akut bedroht sind. Die Vorstellung wird eingeleitet von Prof. Dr. Mike Schmeitzner (Hannah-Arendt-Institut) und schließt mit einem Gespräch von Dr. Birgit Sack (Gedenkstätte Münchner Platz) mit dem Autor.
Eine gemeinsame Veranstaltung des Hannah-Arendt-Instituts für Totalitarismusforschung an der TU Dresden und der Gedenkstätte Münchner Platz Dresden. Der Eintritt ist frei.
Über den Veranstalter
Die Stiftung Sächsische Gedenkstätten ist eine landesweit tätige Einrichtung zur Erinnerung an die Opfer der nationalsozialistischen und der SED-Diktatur. Sie betreibt, fördert und koordiniert Gedenkstättenarbeit, Forschung sowie historisch-politische Bildungsangebote in Sachsen. Zu ihr gehören die Gedenkstätten Münchner Platz Dresden, Großschweidnitz, Pirna-Sonnenstein, Bautzen und Ehrenhain Zeithain sowie der Erinnerungsort Torgau und die Dokumentationsstelle Dresden.
