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Logo "Tacheles - Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen 2026". Links ist eine halbe Menorah in blauen Farbtönen zu sehen.

Führung: Jüdisches Leben in Aue – historischer Stadtrundgang

Treffpunkt: Altmarkt am Brunnen in Aue

Jüdisches Leben in Aue – historischer Stadtrundgang
10
Juni2026
16:30 Uhr

Kompetenzzentrum für Gemeinwesenarbeit und Engagement e.V. (KGE)

Bahnhofstraße 13
08280 Aue-Bad Schlema

Veranstalter: Resonanzraum Erzgebirge e.V.
Eintritt: frei

Dr. Heinrich Mannes war einer der verfolgten jüdischen Menschen aus Aue. Er emigrierte 1939 nach Shanghai und kehrte nach dem Krieg in die Stadt zurück. Im November 1951 hielt er anlässlich des 13. Jahrestages der Novemberpogrome eine Rede, in der er sagte: „In unserer Stadt lebten sie friedlich, arbeitsam und fleißig mitten unter uns. Wer von den Auern kannte sie nicht: die Familien Thorn, Schifftan, Rosenthal, Mattias, Liebler und Kaiser. Einst wurden sie abgeholt, und jeder für sich musste einen Weg gehen, den wir nicht einmal genau nachzeichnen und beschreiben können, den Weg der Vernichtung. Wohin sind sie gegangen, wo sind sie geblieben?"

Auch wenn die Frage von Dr. Mannes nicht vollumfänglich beantwortet werden kann, gibt der Stadtrundgang einen Einblick in das Aue vor, während und nach dem Novemberpogrom 1938 und soll an die jüdischen Bürger:innen in Aue erinnern. Er folgt ihren Spuren durch die Stadt und erzählt von den Schicksalen hinter den Hausfassaden.

Über den Veranstalter

Kunst-, Bildungs- und Demokratieverein