Threads-Verflechtungen
25 Biographien jüdischer Chemnitzer Familien werden miteinander verwoben, arrangiert, in Beziehung gesetzt und multiperspektivisch erzählt.
"Threads" zeigt die Netzwerke zwischen ehemals in Chemnitz lebenden jüdischen Familien. Die Chemnitzer Textilindustrie, der dominierende Wirtschaftszweig der Stadt im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert, wurde maßgeblich von jüdischen Unternehmern geprägt. Mit ihren Spinnereien, Textilfabriken und ihrem unternehmerischen Geschick trugen sie maßgeblich zur Entwicklung von Chemnitz zu einer prosperierenden Fabrik- und Handelsstadt bei. Ihr innovatives Potenzial, sowohl in wirtschaftlicher, sozialer als auch kultureller Hinsicht, war enorm. Sie traten als Mäzene auf, förderten großzügig den Aufbau kultureller Einrichtungen, engagierten sich für den künstlerischen Nachwuchs, trugen zur Modernisierung des Marketings bei und schufen so nachhaltige, stilbildende Fäden weit über die Stadt hinaus.
Die Ausstellung wird einst verlorene Familien und ihre Geschichten wiederentdecken, diese aufgreifen, weiterentwickeln und neu verknüpfen, um sie schließlich wieder in das kollektive Gedächtnis der Stadt zu bringen. Die Ausstellung wird 25 Familienbiografien zeigen, die das einst blühende jüdische Leben in Chemnitz veranschaulichen und von den Nachkommen teils selbst kuratiert werden. Die Familien erhalten die Möglichkeit, ihre Verbindung zu Chemnitz zu betonen und selbst zu entscheiden, welche, zum Teil sehr persönlichen, Objekte sie der Ausstellung zur Verfügung stellen möchten.
Impressum
Projektleitung
Christina Michel
Texte & Recherche
Daniel Dost
Dr. Alexander Walther
Jürgen Nitsche
Ausstellungsgestaltung
Anette Hentrich
