Siegmund Rotstein
Prägende Figur der Chemnitzer Gemeinde
Siegmund wächst in Chemnitz auf dem Sonnenberg auf und beginnt eine Schneiderlehre. Nach dem Novemberpogrom 1938 geht er wie seine Schwester Marianne in Hachschara-Vorbereitungslager und wirkt als Hilfsarbeiter. Zurück in Chemnitz muss er Zwangsarbeit leisten, bevor er nach Theresienstadt deportiert wird. Nach der Befreiung legt er in Chemnitz die Meisterprüfung als Schneider ab. Er wird stellvertretender Fachdirektor in den CENTRUM Warenhäusern, darunter auch im früheren Kaufhaus Schocken. Er ist Mitglied im Vorstand der Jüdischen Gemeinde, später Vorstandsvorsitzender, außerdem Vizepräsident und später Präsident des Verbandes der Jüdischen Gemeinden in der DDR, dem späteren Landesverband Sachsen. 2007 wird er Chemnitzer Ehrenbürger.