Siegbert Fechenbach
Organisator der Wiedergründung
Siegbert Fechenbach wächst in Württemberg auf und zieht 1912 nach Chemnitz, wo er Abteilungsleiter einer Strumpffabrik wird. Ab 1914 dient er im Ersten Weltkrieg und arbeitet danach als Prokurist der Strumpffabriken Gebrüder Sussmann. Er ist Mitglied der SPD und verschiedener Arbeiterräte und wird 1920 erster Geschäftsführer des Schocken-Kaufhauses Chemnitz. 1933 wird er kurzzeitig im Gefängnis Kaßberg interniert, 1938 für wenige Wochen ins KZ Buchenwald verschleppt. Seit 1939 muss er in Chemnitz Zwangsarbeit leisten. 1945 organisiert er die Gründungsversammlung der Jüdischen Gemeinde Chemnitz in seiner Wohnung und wird ihr Vorsitzender. Durch die Verfolgung psychisch erkrankt, zieht er 1949 nach Berlin (West) und stirbt dort 1967.