Direkt zum Inhalt
Logo "Tacheles - Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen 2026". Links ist eine halbe Menorah in blauen Farbtönen zu sehen.

Hans-Peter Gurau (Shimon Giora)

Von Chemnitz nach Israel

Hans-Peter Gurau wächst in Chemnitz auf und schließt eine Wirkerlehre ab. Das Familiengeschäft wird boykottiert und muss 1938 schließen. Er durchläuft mehrere Hachschara-Lager (hebr. Vorbereitung), in denen er auf die Ausreise nach Palästina vorbereitet wird. Dazu kommt es zunächst nicht. Mit seiner Ehefrau wird er 1943 in das IG Farben-Werk Auschwitz III Monowitz deportiert, welches nur er überlebt. Über Leipzig kehrt er nach Chemnitz zurück. Doch er bleibt nur kurz und zieht zu anderen jüdischen Überlebenden auf ein Landgut in Hessen, das sie Kibbuz Buchenwald taufen wird. Er ändert seinen Namen in Shimon Giora und wandert kurz darauf nach Palästina aus. 1960 wird er in Vorbereitung für den Frankfurter Auschwitz-Prozess als Zeuge vernommen.