Marianne Rotstein
Von Chemnitz in die USA
Marianne wächst auf dem Chemnitzer Sonnenberg auf und arbeitet als Verkäuferinin einem Modegeschäft im Zentrum. Nachdem ihr Vater 1939 verhaftet wird und später im Warschauer Ghetto stirbt, schließt sie sich der Hachschara-Bewegung (hebr. Vorbereitung) an, die junge Menschen auf die Ausreise nach Palästina vorbereiten soll. 1944 wird sie im Lager Neumühle bei Berlin verhaftet und im Januar 1945 nach Theresienstadt deportiert. Sie wird befreit und kehrt im Juni nach Chemnitz zurück. 1947 emigriert sie in die USA nach New Jersey, wo sie heiratet und drei Kinder zur Welt bringt. 1974 besucht sie das neue Gemeindehaus in Chemnitz, 2008 stirbt sie in Long Branch (USA). Am 06.05.2021 wird in der Ludwig-Kirsch-Straße 1 ein Stolperstein für sie verlegt.