Leo Sonder
Nach Zwangsarbeit und Auschwitz zurück nach Chemnitz
Nach dem Aufwachsen in Unterfranken und dem Beginn einer kaufmännischen Lehre tritt Leo Sonder in den Heeresdienst des Ersten Weltkriegs ein, wo er einen Lungenschuss überlebt. Er heiratet Zita Stern. 1925 wird Sohn Justin geboren. Die Familie zieht nach Chemnitz, Leo als Spirituosenhändler arbeitet. 1938 flieht er aus Chemnitz und entgeht der Verhaftung, muss aber in verschiedenen „Judenhäusern“ wohnen und überlebt das Ghetto Theresienstadt, Auschwitz und mehrere Todesmärsche nach Sachsenhausen, Flossenbürg, Natzweiler und Dachau. Zurück in Chemnitz tritt er der SPD bei und übernimmt eine Wäscherei. Am 06.01.1949 stirbt er mit nur 49 Jahren an einem Herzinfarkt und wird auf dem Jüdischen Friedhof Chemnitz beigesetzt.