Klara Fiedler
Die letzte Jüdin Mittweidas
Als Tochter einer alten jüdischen Familie in Speyer heiratet Klara Fiedler 1907 den christlichen Kaufmann Adam Karl Eduard Fiedler. Mit ihrem Sohn zieht die Familie 1924 nach Mittweida. Adam und sein Bruder übernehmen die Aktienmehrheit der dortigen Bierbrauer AG. Durch ihren nichtjüdischen Ehemann gilt Fiedlers Ehe als „privilegiert“. Als die letzten Mittweidaer Jüdinnen und Juden 1942 deportiert werden, bleibt sie deshalb als einzige Jüdin der Stadt zurück. Anfang 1945 wird sie dennoch von der Gestapo ins Ghetto Theresienstadt deportiert und muss Hilfsarbeiten leisten. Nach der Befreiung im Mai kehrt sie nach Mittweida zurück. Sie gründet die Jüdische Gemeinde Chemnitz mit, die auch für Mittweida und die Region zuständig ist.