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Logo "Tacheles - Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen 2026". Links ist eine halbe Menorah in blauen Farbtönen zu sehen.

Justin Sonder

Eine Bank auf dem Brühl

Justin Sonder wächst in Chemnitz auf dem Sonnenberg auf und besucht die dortige Lessingschule, später die Höhere Israelitische Schule in Leipzig. Nach dem Beginn einer Kochlehre in Berlin muss er zurück in Chemnitz Zwangsarbeit in der Beleuchtungskörperfabrik E. F. Barthel leisten und in Zwangsunterkünften („Judenhäusern“) wohnen, bevor er 1943 nach Auschwitz deportiert wird. Er überlebt das Lager und mehrere Todesmärsche. Zurück in Chemnitz gründet er die Jüdische Gemeinde mit, tritt aber 1950 wieder aus. Er beginnt eine Karriere bei der Polizei als Revierschutzmann, Wachtmeister und steigt auf zum Dezernatsleiter im Kriminaldienst. Seit 2017 ist er Ehrenbürger der Stadt. Seit 2024 steht zu seinen Ehren eine Gedenkbank auf dem Chemnitzer Brühl.