Hulda Großmann
Neumarkt 10
Hulda Großmann (geb. Bär) wächst in Marisfeld südlich von Suhl auf. 1895 heiratet sie den Kaufmann Julius Großmann. Das Ehepaar zieht nach Chemnitz und bekommt vier Kinder. Sohn Herbert stirbt 1916 an der Westfront im Ersten Weltkrieg, Huldas Mann stirbt Anfang 1932. 1939 muss sie das Haus Neumarkt 10, das seit fast 35 Jahren im Besitz der Familie Großmann ist, zwangsverkaufen. 1942 zieht sie in die Sammelunterkunft („Judenhaus“) Zöllnerstraße 6 um. Die geplante Flucht in die USA scheitert. Im September 1942 wird sie ins Ghetto Theresienstadt deportiert und überlebt. Nach dem Krieg lebt sie wieder in Chemnitz, ist aber erwerbsunfähig. 1947 zieht sie nach Berlin, lebt in einem Jüdischen Altersheim und stirbt 1948 an einer Krebserkrankung.