Direkt zum Inhalt
Logo "Tacheles - Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen 2026". Links ist eine halbe Menorah in blauen Farbtönen zu sehen.

Heinz-Joachim Dataschwili

Bis Kriegsende in Chemnitz

Heinz-Joachim Dataschwili wächst mit georgisch-deutschen Wurzeln in Chemnitz auf, wo er die Israelitische Religionsschule besucht und eine Malerausbildung abschließt. Während des Pogroms 1938 wird er verhaftet, aber bleibt in Chemnitz. Seine Fluchtpläne nach Georgien scheitern. In den Kriegsjahren muss er Zwangsarbeit in einer Ziegelei und der Beleuchtungskörperfabrik E. F. Barthel in Altchemnitz leisten. Aufgrund seiner dortigen Arbeit mit Nitrofarbe wird er lungenkrank, wird aber durch den jüdischen Arzt Adolf Lipp behandelt und kann in Chemnitz bleiben. Nach Kriegsende arbeitet er als Filmvorführer im „Biograph-Theater“. An Tuberkulose erkrankt, muss er regelmäßig Sanatorien aufsuchen. Zuletzt wohnt er im neugebauten Jüdischen Gemeindehaus.