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Logo "Tacheles - Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen 2026". Links ist eine halbe Menorah in blauen Farbtönen zu sehen.

Erich Wangenheim

Von Chemnitz nach Israel

Erich Wangenheim wächst in Chemnitz auf, schließt eine kaufmännische Lehre ab und ist Mitinhaber der väterlichen Wäschefabrik. Als Frontsoldat verliert er im Ersten Weltkrieg ein Bein und wird später Vorsitzender der Chemnitzer Ortsgruppe des Reichsbundes jüdischer Frontsoldaten. Während des Boykotts jüdischer Geschäfte im April 1933 verliert sein Wäschegeschäft fast alle Kunden. Er engagiert sich in der Israelitischen Religionsgemeinde und wird ihr Vorsitzender, außerdem verwaltet er das jüdische Altenheim. 1943 wird er nach Theresienstadt deportiert und überlebt. Zurück in Chemnitz eröffnet ein Textilwarengeschäft in Rabenstein. Mit seiner Pflegerin wandert er 1949 über München nach Israel aus und lebt bis zu seinem Tod bei seinem Sohn Gustav.