Albert Epstein
Tietz, Stoffe, Knopffabrik
Albert Epstein wächst in der Rheinprovinz auf und dient im Ersten Weltkrieg. Seit Januar 1926 lebt er in Chemnitz und arbeitet als Abteilungsleiter im Warenhaus Tietz. Anfang 1933 ist er Mitinhaber der Stoff-Firma „Epstein & Co.“, die 1936 von einem Nationalsozialisten zwangsweise übernommen wird. Während des Novemberpogroms 1938 wird er einen Monat im KZ Buchenwald inhaftiert. Danach muss er in das „Judenhaus“ in der Dresdner Straße umziehen und Zwangsarbeit als Wald- und Ziegeleiarbeiter leisten. Noch im Februar 1945 wird er in das Ghetto Theresienstadt deportiert. Er überlebt und kehrt nach Chemnitz zurück. Er leitet eine Knopffabrik, die er 1947 auch kauft. 1953 verlässt er die DDR, bleibt aber Ehrenmitglied der Chemnitzer Gemeinde.