Aladar Reizmann
Ungarischer Widerstandskämpfer
Aufgewachsen in Ungarn, arbeitet Reizmann als Kunstgewerbler und Bauschlosser. Als Sozialdemokrat nimmt er an der ungarischen Revolution 1918/19 teil. Er wird in Ungarn interniert, flieht nach Österreich und 1923 weiter nach Chemnitz. Hier ist er als Metalldrucker und Fotograf für die Arbeiterpresse und die „Volksstimme“ tätig. Als ungarischer Staatsbürger beteiligt er sich mit gefälschten Papieren am Widerstand gegen das NS-Regime, verteilt Flugblätter und verbotene Zeitungen. Er wird verhaftet, von der Gestapo gefoltert und zur Zwangsarbeit verpflichtet. Es gelingt ihm, bis Kriegsende der Deportation zu entgehen. Nach dem Krieg arbeitet Reizmann in der Betreuungsstelle für die „Opfer des Faschismus“. An Tuberkulose erkrankt, stirbt er bereits 1948.