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Logo "Tacheles - Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen 2026". Links ist eine halbe Menorah in blauen Farbtönen zu sehen.

Adolf Diamant

Von Auschwitz nach Palästina und Frankfurt

Als Sohn eines Kaufmannsehepaars wächst Adolf Diamant als polnischer Staatsbürger in Chemnitz auf. Er feiert seine Bar Mitzwa, besucht die Synagoge und beginnt eine technische Ausbildung. 1938 wird er nach Polen zwangsausgesiedelt und muss später im Ghetto Litzmannstadt (Łódź) leben. Er durchläuft mehrere Konzentrationslager, darunter Auschwitz, Salzgitter-Watenstedt und Wöbbelin südlich von Schwerin. Zurück in Chemnitz arbeitet er als Dolmetscher im Polizeipräsidium. 1947 wandert er nach Palästina aus und kämpft im israelischen Unabhängigkeitskrieg mit. Ab 1957 lebt er in Frankfurt/Main. Dort baut er ein Privatarchiv auf und veröffentlicht Bücher über jüdische Geschichte in Hessen und Sachsen. Die Jüdische Gemeinde erwirbt 2000 seine Bibliothek.